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Tipps aus meiner Küche

Jeder hat ja so seine kleinen Küchentipps. Die, die schon Mama wusste. Die, die man irgendwann mal liest und sich auf kleine Schmierzettelchen schreibt. Die, die sich über die Zeit bewährt haben. Hier möchte ich gerne diese Tipps für mich sammeln und mit euch teilen ... vielleicht ist für euch auch etwas Neues und Hilfreiches dabei :o)




Rezepte umrechnen: Umrechnen der Rezepte ist einfach ... wären da nicht immer die Eier. O-Ton Mutter: "Das kann ich nicht machen, dass passt mit den Eiern nicht!" Da ich meist in kleinen Formen backe, hab ich mir folgendes angewöhnt: ganze Eier ohne Schale wiegen, erwünschte Grammzahl errechnen, Eier verquirlen und die errechnete Menge Ei davon abnehmen. 

Kleines Beispiel?

Orginalrezept 5 Eier
halbes Rezept 2,5 Eier
-> 2 Eier direkt in den Teig, 
1 Ei aufschlagen und abwiegen = 65g
da noch 0,5 Eier fehlen, nehmen wir die Hälfte (also 32,5g) für den Teig ... auf die dritte Nachkommastelle kommt es da sicher nicht an ;o)

Der Rest freut sich sicher über ein Dasein im Rührei oder eingefroren auf den nächsten Kuchenteig oder paniertes Schnitzel wartend. Müsste so eigentlich auch mit getrennten Eigelben und -weißen funktionieren.

Eigrößen:
XL > 73g
L 63g - 73g
M 53g - 63g
S < 53g

Vanillinzucker: Päckchen 8g

Backpulver: Päckchen 15g

Blech auf Springform: Rezept halbieren

26er auf 18er Springform: Rezept halbieren

(Springform auf Kastenform: gleiche Menge, wird evtl etwas mehr)

Hefe:
1 P. Trockenhefe = 7 g
1 P. Frischhefe = 42 g
1 g Trockenhefe entsprechen 3 g Frischhefe



Nudeln mit wenig Sauce: 
bei mittlerem Hunger - 80 g p.P.
bei Bärenhunger - 100 g p.P.

Einkaufen:

Sahne: Ein leidiges Thema - Sahne mit Carrageen (Zusatzstoff E407). Hamburg kocht!  und Foodfreak haben da sehr tolle Artikel zu verfasst, die ich genau so unterschreiben kann!!! Neben der Tatsache, dass ich Carrageen in der Sahne für komplett überflüssig halte, es auch noch Krebserregend und Allergieauslösend sein soll, musste ich letztens bei einer Notkauf-Sahne mit Carrageen feststellen, dass sie sich kaum steif schlagen lies :o( Also her mit der Carrageenfreien Sahne!!! Und ja, die 3! sind hier wirklich nötig ;o)

Salz: Ja, auch beim Salz kann man etwas falsch machen! Damit Salz durch Feuchtigkeit nicht verklumpt hat man die Rieselhilfe erfunden. Und hier sollte man genau hinschauen! Zum einen gibt es da Calciumcarbonat (E 170), Magnesiumcarbonat (E 504), die zwar ein Zusatzstoff aber natürlichen Ursprungs sind. Zum Beispiel findet man sie auch in unserem Mineralwasser. Zum Anderen wird aber auch (und das leider viel zu häufig) E535 und E536 verwendet. Allein die Namen Natriumhexacyanoferrat und Kaliumhexacyanoferrat lassen mich schon schaudern. Und glaubt mal nicht, dass diese sehr bedenklichen Zusatzstoffe nur in feinem, billigen Salz drin ist - ich habe es bereits in (sehr) groben Meersalz gefunden. Auch setzt ein namhafter Salzhersteller diese Rieselhilfen seit Neustem ein, was sein Salz nicht mehr von dem billigen Salz aus dem Discounter unterscheidet ... leider!

Avocados: Wie findet man heraus ob eine Avocado frisch ist? Und nicht schon von braunen Schlieren durchzogen? An der Festigkeit, wie ich ursprünglich dachte, kann man es nicht erkennen. Der ultimative Tipp? Einfach den Stiel abknibbeln und wenn die Avocado darunter hellgrün (oder überhaupt grün) hervor blitzt ist die Chance sehr groß dass die Avocado innen noch Tippitoppi ist. Ist darunter nur ein braunes Etwas zu sehen, sollte man die Avocado besser liegen lassen.

Aufbewahren:

Vanilleschoten: Braucht man nur das Mark der Schote, kommt bei mir die restliche Schote in ein Glas mit Zucker. Benötigt man ebenfalls die Schote für Pudding, Panna Cotta o.Ä., spül ich sie nach dem Auskochen gut ab, lass sie über Nacht trocknen und dann dürfen sie zu ihren Freunden in den Zucker. Sind diese dann durch den Zucker getrocknet und haben genug Aroma abgegeben, kann man sie ein paar Tage auf der Heizung richtig trocknen und dann in der Kaffeemühle zu Pulver vermahlen ... perfekt für Schlagsahne und Co. Somit hat man die ganze Vanilleschote genutzt und nix weggeschmissen.

Ingwer: Gammelt ja gerne im Kühlschrank vor sich hin, weil man zuviel gekauft hat. Meine Lösung: Ich kaufe immer ein großes Stück Ingwer im Angebot, welches geschält und mit einem kleinen Schluck Wasser püriert wird. Dieses Püree gebe ich dann in einen Gefrierbeutel, drücke es dünn und platt und friere es ein. So kann man nach Bedarf den Ingwer abbrechen und die lästige Reiberei fällt weg.

Hefe: Selbes Problem wie mit dem Ingwer ;o) So schnell wie Hefe schimmelt kann man sie meist garnicht aufbrauchen. Auch hier friere ich sie, in grobe Stücke gebröselt, ein. In lauwarmes Wasser gerührt ist sie fix wieder startklar und auch pur ist sie schnell wieder aufgetaut. So hat man immer Hefe im Haus und kann auch spontan ein Brot o.ä. backen.

Chipotles: Man braucht nur 2 Chipotles in Adobo, aber in der Dose sind so viel mehr? Ich friere die Chipotles einzeln in Eiswürfelbehältern ein, in die restlichen freien 'Eiswürfel' fülle ich die übrig gebliebene Adobo ein. So kann man bei Bedarf die Chipotles einzeln entnehmen (z.B. für Chipotle.Aioli) und nix wird mehr schlecht. Ein 'Eiswürfel' Adobo macht sich auch ganz gut in Bolognese-Sauce.

Frühlingszwiebeln: Immer welche mit Wurzeln kaufen! Zuhause dann die Gummiflitschen entfernen, ein Küchentuch feucht machen und die Frühlingszwiebeln bis zur Hälfte damit umwickeln. Dieses Gebinde kommt nun, mit den Wurzeln zuerst, in einen Gefrierbeutel, welchen man mitteleng um die Zwiebeln wickelt und in den Kühlschrank legt/stellt. Wenn man das Küchentuch hin und wieder befeuchtet halten sich die Frühlingszwiebeln eine Woche und länger.

Rucola: Habt ihr auch immer das Problem, dass der gekaufte Rucola zu schnell welk wird? Hier die Lösung: Den Rucola direkt nach dem Kauf aus dem Plastik befreien und in eine Seihe geben. Kurz durchspülen, so dass der Rucola noch leicht feucht ist. Ein Plastikdose/Schüssel in angemessener Größe mit einem feuchten Küchentuch auslegen, den Rucola da drauf geben und wieder mit einem feuchten Küchentuch bedecken. Dose mit einem Deckel verschlossen in den Kühlschrank gestellt -> nix wird welk.

Räucherware: Geräucherte Salami, Rauchenden und Braunschweiger kommen bei uns nicht in den Kühlschrank. Ihr Platz ist in der Kammer, wo sie luftig aufgehängt werden um noch etwas nachzutrocken .... lecker!

Luftdichte Lagerung: Jegliche Gläser, sei es Obst-, Marmeladen- oder Gurkengläser, werden hier wiederverwendet. Je nach Größe bekommen sie eine neue Aufgabe. Gewürze, Hülsenfrüchte oder Kakao fühlen sich, nach einer gründlichen Reinigung, in den Gläsern pudelwohl. Und das sieht nicht nur gut aus (also ich liebe es) und ist kostenlos, sondern ist auch noch luftdicht ... keine Würmer, keine Geschmacksveränderungen durch andere Lebensmittel. Kleine Beispiele gefällig? Pflaumenglas - Vanillezucker, Kaviarglas - Gewürzmischung, Würstchenglas - Reis :o)

Sonstiges:

Fruchtfliegen: Man fülle Apfelessig, 1 Tropfen!!! Spülmittel und einen Schuss O-Saft in ein hochwandiges Gefäß und man ist das Problem relativ schnell los ... Regelmäßige Müllentsorgung natürlich vorrausgesetzt.

Ameisenplage: In ein hochwandiges Gefäß (in das sie aber auch reinklettern können) füllt man (abgestandenes) Bier mit ordentlich Zucker vermischt. Hilfreich ist es auch (hüstel) etwas von dem Gemisch zu verschütten um die Ameisen anzulocken.





Alle Angaben natürlich ohne Gewähr!

1 Kommentar

  1. Wirklich Hilfreiche, schöne Tipps dabei. Toll das du dir so eine Mühe machst!

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