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Freitag, 8. Januar 2016

Kimchi für Anfänger

So, nun ich also auch ;o)

Man sollte sich ja immer weiterbilden, besonders kulinarisch nehme ich das sehr ernst! Da ich in den letzten Jahren eine gewisse Affinität zur asiatischen Küche entwickelt habe, beschloss ich mich letztes Jahr mal abseits der chinesischen, indischen und thailändischen Küche umzuschauen. Schnell landet man dann in Japan (Sushi), Vietnam (Summerrolls) und natürlich Korea. 

So, und da saß ich dann in meiner Kleinstadt, wo es zwar einen Asialaden gibt, der aber irgendwie so gar nix für die koreanische Küche führt. Kein Gochugaru (das typische - angeblich nicht so scharfe - Chilipulver), kein Gochujang (die scharfe Chilipaste) und auch kein Doenjang (die fermentierte Sojapaste, die UMAMI schreit). Tja, da guckste erstmal blöde ...

Also fängt man mit den Basics an, tüdelt etwas rum, guckt sich im Internet um, so dass sie auch ohne die koreanischen Helferlein schmecken. Der koreanische Klassiker ist natürlich Kimchi, der Anfang letzten Jahres auf vielen Blogs zu finden war. Dieser kommt aber leider nicht ohne Gochugaru aus ... Kleinstadt und so, ihr wisst schon ... Bei Jens von Gekleckert wurde ich dann fündig, denn er hatte sich beim Chilipulver aus dem China-Laden 'ein klein wenig' verschätzt und nun eine entschärfte Variante auf seinem Blog. Ohne Gochugaru ;o) 

So, und nun habe ich aber leider erneut festgestellt, dass Kimchi und ich irgendwie wohl keine Freunde werden - also geschmackstechnisch. Das Scharfe mit dem milchsauer gegorenen Chinakohl ist nicht meins. Herr Herzchen liebt es dagegen sehr, und da ich ihm keinen Wunsch abschlagen kann ... TADA ... hier ist das Rezept!

Kimchi für Anfänger


Kimchi für Anfänger


Zutaten:
1/2 Chinakohl
10- 15 g Salz
80 ml Wasser
1/3 EL Mehl
1/3 EL brauner Rohrzucker
1 Möhre
2 Frühlingszwiebeln
4 Knoblauchzehen
1/2 EL Ingwer
1/4 Zwiebel
15 ml Fischsauce
15 g Chilipulver
20 g Paprikapulver

Als erstes schneidet man den Chinakohl zurecht, indem man ihn klassischerweise viertelt - also den halben Kohl einmal halbiert - so dass die Blätter am Strunk noch zusammen halten. Da unser Bedarf doch sehr gering ist, wir also nur kleine Mengen pro Gericht brauchen, habe ich den Kohl geachtelt.

Dann bestreut man jedes Blatt des Kohls mit dem Salz und reibt es ein wenig in die Blätter hinein. So muss der Kohl nun 2 Stunden 'Wasser ziehen', wobei dieser alle 30 Minuten gewendet wird, damit sich das austretende Salzwasser besser verteilen kann.

In der Zwischenzeit kocht man in einem Topf das Wasser mit dem Mehl kurz auf. Jetzt gibt man den Zucker dazu, verrührt ihn und stellt den Topf zum abkühlen neben den Herd. 

Die Möhre wird in dünne Stifte geschnitten, die Frühlingszwiebel schneidet man in feine Ringe. Aus dem Knoblauch, der Zwiebel und dem Ingwer stellt man im Zerkleinerer eine Paste her, die dann mit der Wasser-Mehl-Paste, dem Gemüse und den restlichen Zutaten zu der Kimchi-Marinade vermischt wird.

Jetzt ist es Zeit den gesalzenen Kohl zu waschen. Dafür reinigt man ihn ordentlich unter fließendem Wasser und lässt ihn danach in einem Sieb gut abtropfen.

Nun kommt der schwierigste Teil der Kimchi-Herstellung: Die Marinade auf und in den Kohl zu bringen. Dafür nehme ich Einweghandschuhe (Chili!!!) und reibe den Kohl mit seinen einzelnen Blättern gründlich mit der hergestellten Marinade ein. In jeder Ecke des Kohls sollte man danach Marinade finden. Den Kohl rollt/legt man jetzt zusammen und gibt ihn ein sterilisiertes Glas. Das Glas sollte man nicht komplett füllen, da der Kohl nachher noch einiges an Wasser zieht. Wenn man aber noch etwas Platz und Marinade hat, kann man diese gerne oben drauf geben.

Das Glas kommt nun verschlossen in den Kühlschrank. Das Kimchi ist schon am nächsten Tag essbar, wird aber durch die einsetzende Gärung von Tag zu Tag saurer - das soll so ;o) Wie lange das Kimchi haltbar ist, kann ich nicht sagen ... wir haben das Kimchi seit einem knappen halben Jahr im Kühlschrank stehen und es hat zwar ordentlich Wumms, ist aber noch vollkommen in Ordnung.

Zum Servieren als Beilage, entnehme ich ein Achtel, schneide es in grobe Würfel und gebe gerösteten Sesam und fein geschnittene Frühlingszwiebel darüber ... sieht nett aus und gibt einen gewissen Crunch ;o)


Kimchi für Anfänger


Notizen zum Rezept:

  • Das tolle Rezept habe ich bei Gekleckert gefunden *klick* Dort findet ihr auch eine wunderbar bebilderte Anleitung!
  • Das nächste Mal werde ich den Kohl nach dem Einreiben mit der Marinade in grobe Würfel schneiden, dann kann man ihn wahrscheinlich besser portionieren. 
  • Natürlich kann man anstelle des Chilipulvers auch das sagenumwobene Gochugaru nehmen ... wenn man es denn bekommt ;o)
  • Neben der Möhre kann man auch (asiatischen) weißen Rettich in das Kimchi geben.

2 Kommentare

  1. Wohooo. Dein Kimchi ist richtig toll geworden. Sieht zumindest richtig toll aus.

    Erst letztens haben wir übrigens wieder eine größere Fuhre gemacht. Mit Gochugaru. Ein gewaltiger geschmacklicher Unterschied war das jetzt nicht. Außerdem haben wir diesmal den Kohl auf viele kleine Gläser verteilt und ein paar Gläser an Freunde verschenkt. Außerdem mag ich irgendwie diese handlichen Portionen.

    Beste Grüße und noch viel Freude mit deinem Kimchi
    Jens

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    1. Hihi, das beruhigt mich jetzt ... bis heute habe ich mich noch nicht überwunden ein Riesen-Paket Gochugaru zu kaufen :-D Unser ist bald auch leer, ich glaub da muss ich dann zügig wieder neues Kimchi herstellen, sonst gibt es hier einen Aufstand ;-)

      ❤- liche Grüße zurück und tausend Dank für das tolle Rezept :-)
      Klaudia

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