Blogroll

Dienstag, 17. März 2015

Vietnamesische Frühlingsrollen mit Rindfleisch

Hört, hört ... der Frühling naht, denn es wird heute leicht und frisch getafelt!

Um Weihnachten rum wollten wir ein paar schöne Stunden mit alten Freunden in der Heimat verbringen. So standen wir vor der Aufgabe ein leckeres Mittagessen zu finden, was 'massentauglich' ist, zusammen relativ schnell gemacht (denn Ratsch und Tratsch sollte nicht zu kurz kommen) und trotzdem gesellig ist. Und nach der Feiertags-Völlerei sollte es natürlich auch nicht zu mächtig sein.

So kamen wir dann irgendwann auf die vietnamesischen Frühlingsrollen (gỏi cuốn), die hierzulande auch als Sommerrollen/Summerrolls bekannt sind. Sie sind die unfrittierte leichte Schwester der klassischen Frühlingsrolle, voll mit frischen, gesunden Zutaten. Und so schnibbelten, rührten und kochten wir ein paar Tage nach Weihnachten zusammen ... gefühlte tausend Schalen auf dem Tisch später machten wir uns über die Köstlichkeiten her. Jeder stellte sich bei Tisch die Füllung selbst zusammen, rollte sich seine Sommerrollen und naschte von den verschiedenen Dips, dabei wurde gequatscht, gelacht und gegessen. Herrlich!

Und nun, wo der Frühling so langsam hier Einzug hält, fiel mir dieses leichte Gericht wieder ein. Und ich muss gestehen -> Ich bin süchtig! Die Sommerrollen sind so schön leicht, schnell gemacht und somit der perfekte Snack zwischendurch! Ob Allein, zu Zweit oder mit Vielen ... ich kann die Sommerrollen nur empfehlen! ;o)


Vietnamesische Frühlingsrollen (gỏi cuốn) mit Rindfleisch


Vietnamesische Frühlingsrollen (gỏi cuốn) mit Rindfleisch, Sommerrollen/Summerrolls

Zutaten:
rundes Reispapier (ca. 3 Stück pP)
Reisnudeln  (1/2 Quadrat pP)
Mango (in Streifen geschnitten)
Möhre (in Streifen geschnitten)
Salatgurke (in Streifen geschnitten)
Salat (schön, knackig und grün)
gerösteter Sesam
frische Kräuter (Thai-Basilikum, Koriander, Minze)

1 Rindersteak zum Kurzbraten
Birnen- und/oder Apfelsaft (naturtrüb)
1 TL Ingwer, gerieben
1 große Knoblauchzehe, gerieben
etwas Fischsauce
Salz und Pfeffer

Die frischen Zutaten putzen, kleinschneiden (ich benutze gerne meinen heißgeliebten Julienneschneider) und im Kühlschrank bereitstellen. Die Reisnudeln kocht man nach Packungsanleitung und spült sie danach gut unter kaltem Wasser durch, damit sie nicht weiter garen. Ich vermische sie gerne noch mit etwas Sojasauce oder Fischsauce, damit sie ein wenig mehr Geschmack bekommen. Ebenfalls beiseite stellen.

Das Steak in feine Streifen schneiden und in heißem Öl in einer Pfanne gut anbraten. Dann löscht man das Fleisch mit einem guten Schuss des Birnensaftes ab. Nachdem man den geriebenen Ingwer und Knoblauch hinzu gegeben hat, würzt man das Ganze mit ein wenig Fischsauce und lässt es einmal kurz aufkochen. Zum Schluss kann man das Fleisch noch mit Pfeffer und Salz abschmecken, auch hier greife ich gerne nochmal zu der Fischsauce.

Nachdem das Fleisch etwas abgekühlt ist, kann man mit der Herstellung der Frühlingsrollen/Summerrolls beginnen. Hierfür nimmt man sich eine Reisteigplatte (Obacht, sie brechen gerne mal!) und befeuchtet sie ca. 10-20 Sekunden lang in einer Schüssel mit lauwarmen Wasser. Sobald sie anfangen weich zu werden, legt man sie tropfnass auf ein Teller oder Brettchen. 

Nun kann man mit der Füllung beginnen. Zuerst streue ich großzügig etwas gerösteten Sesam auf die Reisteigplatte. Nun legt man von jeder Zutat ein wenig mittig auf die untere Hälfte, so dass an den Seiten ein paar Zentimeter frei bleiben, ähnlich dieser Beschreibung. Bei der Menge der Füllung gilt: Weniger ist mehr, denn die fragilen Reisteigblätter reißen gerne. Je weniger drin ist, desto fester kann man die Summerrolls rollen und so lassen sie sich unfallfrei nachher verzehren. Übung macht den Meister ;o)

Ist man mit der Füllung zufrieden, schlägt man zuerst die untere Seite des Reispapieres (welches jetzt weich und biegsam geworden sein sollte) über die Füllung und schiebe diese damit wieder ein wenig zu mir. So 'verdichtet' man die Füllung und hat noch genug Reispapier zum Zusammenrollen übrig. Nun schlage ich die beiden Seiten eng über die Rolle, bevor ich sie stramm zu Ende wickle.

Die Frühlingsrollen/Summerrolls serviert ich bei 2 Personen hübsch angerichtet auf Tellern, halbiert und mit Sesam bestreut. Bei einer größerer Personenanzahl bietet sich die Variante 'Jeder bastelt sich seine Frühlingsrolle' an -> alle Zutaten auf den Tisch und man kann sich in geselliger Runde seine Köstlichkeiten selbst zaubern, was gibt es Schöneres? :o)

Dazu gehören natürlich auch die fantastischen Dips, die Rezepte gibt es aber leider erst am Donnerstag ... ein wenig Spannung muss sein! :D


Vietnamesische Frühlingsrollen (gỏi cuốn) mit Rindfleisch, Sommerrollen/Summerrolls

Und nun zeig ich euch mal wie variabel das Gericht ist: Ihr müsst den ganzen Quatsch da oben nicht zwangsweise in die Frühlingsrollen/Summerrolls machen! ;o) Echt jetzt, außer dem Reispapier ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt! 
  • Das Rindfleisch kann man auch durch Hühnerfleisch oder Tofu ersetzten. 
  • Man kann die Nudeln weglassen (wenn man sehr dickes Reispapier erwischt hat vielleicht keine schlechte Idee), 
  • dafür aber Sojasprossen und/oder Frühlingszwiebeln hinzu nehmen. 
  • Glasnudeln anstatt der Reisnudeln geht auch.
  • Garnelen sind auch immer gern gesehen. 
  • Surimi und Räucherlachs geht auch, ist aber nicht so meins. 
  • Rein vegetarisch (ja sogar vegan) sind die Rollen, wenn man Fleisch oder Fisch einfach weglässt. Oder mit Avocado ersetzt.
  • Kohlrabi- oder Rote Beetesticks sind im Winter toll
  • und ich fange gar nicht erst mit den Dips an ;o)
Das Rezept dort oben ist nur einer meiner Lieblingsfüllungen, heimlich lasse ich nämlich auch die Kräuter weg ... Koriander und Minze gehören zu den wenigen Sachen die ich so gar nicht mag.

Vietnamesische Frühlingsrollen (gỏi cuốn) mit Rindfleisch, Sommerrollen/Summerrolls

Anmerkung:

  • Für eine Hauptmahlzeit reichen locker 3 Sommerrollen, als Snack zwischendurch würde ich hier weniger einplanen.
  • In diesem Video kann man die Technik beim Rollen toll sehen. Ich rolle nur gerne von unten hoch und lege das Fleisch direkt in die Rollen rein. Die Idee mit dem Schnittlauch finde ich klasse, werde ich beim nächsten Mal auch ausprobieren.
  • Und wie isst man den nun die Sommerrollen? Keine Ahnung! Ich jedenfalls halbiere die Rollen meist mit einem scharfen Messer, weil sie dann handlicher sind und man schön die flüssigen Dips 'durchlaufen' lassen kann. Und dann werden sie einfach als Fingerfood weggeputzt ;o)
  • Inspiration von kitchencowboy
  • Die Rollen sind auch ein prima Büroessen. Rollen und Dips gut in Dosen verpackt, lässt sich das Gericht toll transportieren. Gut, der ganze Knobi in den Dips mag da vielleicht nicht ganz so förderlich sein ...
  • Und was macht man mit den Resten? Aus den Resten mache ich mir gerne einen kleinen Salat: Dafür koche ich evtl. noch ein paar Nudeln, vermische alle Rest-Zutaten mit dem Reisessig-Dipp, gebe evtl. noch ein bissel krümelig gebratenes Hackfleisch mit Frühlingszwiebeln drüber. Die Krönung ist dann das Dressing aus dem flüssig gemachten Erdnussdip <3 Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht *schwör*

0 Kommentare

Kommentar veröffentlichen

♥ Ein dickes Dankeschön für Eure Kommentare! ♥

Ich freu mich über jeden Kommentar von Euch! Es wäre es super, wenn Ihr nicht anonym kommentieren würdet, da ich aufgrund des hohen Spamaufkommens die anonymen Kommentare sofort lösche. Außerdem weiß ich dann wem ich da antworte :o)

Kommentare die Werbelinks (in welcher Form auch immer) enthalten werden von mir unverzüglich gelöscht oder erst gar nicht freigeschaltet!