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Mittwoch, 4. Februar 2015

Frische Pasta einfach selbstgemacht

Nun ja, jetzt ist es also doch Mittwoch geworden :o)

Mit Nudelmaschinen ist es immer das selbe: Hat man eine, braucht man sie nicht ... hat man keine, will man sie unbedingt haben! Woher diese Erkenntnis? Ich hatte jahrelang die Maschine meiner Mutter hier stehen und habe grandiose 1 Mal Nudeln damit produziert ...

Dann wollte meine Mutter ihre Maschine wiederhaben ... um damit - überraschenderweise - auch keine Nudeln zu machen ;o) Tja, und wie es so ist, genau dann fand ich tolle selbstgemachte Pastarezepte. Seitdem wohnt hier eine 15€ Maschine, die erstaunlicherweise der Marcato meiner Mutter nicht ganz unähnlich ist, bis ich mir die Pastawalzen für Tom zusammen gewünscht habe und dann in die Großproduktion einsteigen kann :oD

Nun fand ich das alte Nudelrezept etwas zu kernig, was bestimmt an dem (dann doch nicht ganz so) feinen Hartweizengrieß gelegen haben mag. Seit kurzem wohnt aber feiner italienischer Hartweizengrieß hier und somit steht der Pastaproduktion (endlich) nichts mehr im Wege. Ich hab dann mal genudelt ...

Frische Pasta einfach selbstgemacht


Frische Pasta einfach selbstgemacht


Zutaten für 2-3 Portionen:
125 g 550er Weizenmehl
75 g Hartweizengrieß (Semola di grano duro rimacinata)
2 Eier (Größe M oder L)
etwas Salz
ein paar Tropfen Olivenöl

Für den Pastateig gebe ich die beiden Mehle in die Rührschüssel meiner Küchenmaschine und vermische sie gründlich miteinander. Nun drücke ich mit einem Löffel eine Mulde in das Mehl und gebe die Eier hinein, welche ich mit einer Prise Salz vorsichtig verrühre. Jetzt kommen noch ein paar wenige Tropfen Olivenöl hinzu.

Der Teig wird nun in der Küchenmaschine mit dem Knethaken ca. 10 Minuten langsam zu einem glatten, geschmeidigen Teig verknetet. Dabei holt sich der Teig immer etwas Mehl vom Rand der Mulde, bis schließlich alles Mehl gut untergeknetet ist. Zum Schluss entnehme ich den Teig, walke ihn noch ein wenig auf der Arbeitsplatte durch und verpacke ihn dann gut in Klarsichtfolie. So darf der Teig nun für mindestens 2 Stunden, besser über Nacht im Kühlschrank ruhen.

Wenn ich dann die Pasta ausrollen möchte, fixiere ich die Pastamaschine auf der Arbeitsplatte und lege ein mit Hartweizenmehl bemehltes Brettchen davor. Der Pastateig wird mit einem Messer in 5-6 Stückchen geschnitten und in der Pastamaschine zu langen Bahnen gewalzt. Hierfür beginne ich mit der gröbsten Einstellung und verkleinere bei jedem Schritt den Abstand der beiden Walzen.

Nach jedem Walzvorgang ziehe ich die Oberseite der Nudelbahn über die bemehlte Arbeitsfläche, und gebe sie mit der bemehlten Seite nach unten wieder in die Maschine, usw, usf. Für einfache Tagliatelle wie auf dem Bild rolle ich den Teig bis Stufe 3-2 von 7 aus.

Zum Schluss lässt man die Nudelbahn durch den Tagliatelle-Aufsatz und fängt sie nach der Hälfte mit einem Kochlöffel auf, so kann man sie ganz komfortabel auf einen Nudelständer transportieren. In manchen Rezepten wird eine Trocknungszeit empfohlen, ich koche die Nudeln meist sofort, wenn ich mit dem Ausrollen fertig bin. Einfach 2 bis 3 Minuten im sprudelnd kochenden Salzwasser kochen und fertig sind die weltbesten selbstgemachten Nudeln!

Frische Pasta einfach selbstgemacht

Anmerkung:
  • Natürlich kann man die Nudeln auch ohne Küchenmaschine zubereiten. Dafür kann man den Teig entweder mit den Knethaken des Mixers, oder einfach mit einer Gabel 'anrühren' und dann knapp 10 Minuten mit den Händen auf der Arbeitsfläche ordentlich durchkneten. 
  • Da Tom (Kenwood Major) in meiner Küche der 'starke Mann' ist, darf er das Kneten erledigen. Dafür nehme ich gerne den 'alten' Knethaken, der sich im Gegensatz zum Profi-Knethaken, bei dem harten Nudelteig bestens bewährt hat.
  • Sollte der Teig mal zu fest, oder zu feucht sein sollte man einfach mit ein wenig Wasser oder etwas Hartweizengrieß entgegenwirken.
  • Apropos Hartweizengrieß: Mein erstes Nudelrezept war mit normalem Hartweizengrieß doch etwas zu kernig, daher nehme ich nun den fein gemahlenen Hartweizengrieß (ital. Semola di grano duro rimacinata).
  • Zum Trocknen lässt man die Nudeln über Nacht an einem trockenem Ort trocknen, entweder auf dem Nudelständer oder portionsweise als Nudelnester auf einem bemehlten Brettchen vor der Heizung. Getrocknet brauchen die Nudeln dann ca. 7 Minuten beim Kochen, sind aber - in einer Papiertüte - sehr gut lagerbar.
  • Rezept verändert nach Tra dolce ed amaro

2 Kommentare

  1. Pasta ist super auch als Mitbringsel, aber die Idee mit den Banderolen ist wirklich unschlagbar. Vielen Dank dafür!

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    1. Hihi, auf solche Ideen kommt man, wenn man nachts nicht schlafen kann ... Freut mich dass es gefällt :D

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