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Sonntag, 11. Januar 2015

Maronensuppe mit geräucherter Gänsebrust

Heute gibt es die zweite und letzte Weihnachtsschmaus-Nachlese. 

Wer mir bei Instagram folgt, hat sicherlich mein Heiligabend-Menü 'bewundern' können *hüstel* - aber alle Unschärfe, Dunkelheit und ja, auch Überbelichtung können nicht darüber hinweg täuschen, dass das Essen richtig lecker war!

Zäumen wir mal das Pferd von hinten auf: Zum Dessert gab es das weltbeste Tiramisu! Meine Freundin hat das Rezept, von ihrer Freundin, der ihrem Onkel, usw (ihr wisst ja wie das ist...). Jedenfalls ist das Tiramisu so grandios, dass es immer zu schnell aufgefuttert ist (Grüße an meinen liebsten Bruder *wink*), bevor es vor meine Linse hüpfen kann ... daher habe ich heut kein Rezept für euch! :o(

Der Star an diesem Abend war - wie in jedem Jahr - DER Puter! Gleiches Rezept wie die Martinsgans, nur musste der Flattermann aufgrund seiner Größe ein paar Stunden länger im Ofen schmoren. Dazu durfte sich dieses Jahr Rahmwirsing gesellen, hatte die Familie doch genug Rotkohl in der Vorweihnachtszeit verspiesen. Herr Herzchen präparierte professionell die Salzkartoffeln ... fertig war der festliche Hauptgang.

Wer nun denken mag, dass bei uns immer dasselbe an Heiligabend kredenzt wird, der irrt ;o) Die Vorspeise war neu, und sie war lecker! Beim Lesen der diesjährigen Lecker-Christmas bin ich beim Maronimann hängen geblieben und entdeckte eine tolle Maronensuppe mit geräucherter Gänsebrust. Und da mein Vater jetzt jeden Winter Gänse- und Entenbrust räuchern will, passte diese Suppe perfekt zu unserem Heiligabend-Menü. Hier ist sie, der heimlich Star des Abends ;o)

Maronensuppe mit geräucherter Gänsebrust


Maronensuppe mit geräucherter Gänsebrust


Zutaten:
4 Schalotten (oder 2 Zwiebeln)
20 g Butter
200 g gegarte Maronen (vakuumiert)
100 ml Riesling
~ 300 ml Hühnerbrühe
250 g Schlagsahne
Salz, Pfeffer
geräucherte Gänsebrust

Zuerst schwitzt man die gewürfelten Scharlotten in der Butter bei niedriger Hitze ein wenig an, gibt die Maronen hinzu und brät sie ebenfalls mit an. Das Ganze löscht man nun mit dem Riesling, der Hühnerbrühe und 200 g der Schlagsahne ab. Die Suppe muss jetzt einmal aufkochen, bevor sie ca. 10 Minuten sanft köcheln darf, damit die Maronen weich werden.

Die restlichen 50 g Schlagsahne schlägt man halbsteif. Sind die Maronen weich, püriert man die Suppe gründlich mit einem Zauberstab und schmeckt sie mit Salz und Pfeffer ab. Serviert wird die Suppe garniert mit der Sahne und einigen Scheiben fein geschnittener Gänsebrust.


Maronensuppe mit geräucherter Gänsebrust

Anmerkungen:
  • Ich kaufe nicht viele Genuss-Zeitschriften übers Jahr (verfalle da ehr den Kochbüchern), doch eine MUSS immer dabei sein -> Die Lecker-Christmas! Daher stammt nämlich auch das Rezept ;o)
  • Im Original-Rezept nimmt man Weißen Portwein (ja, sowas gibts, siehe unten), ich fand aber die Version mit Riesling besser. Da der Portwein sehr intensiv ist, würde ich empfehlen - wenn er schon mal da ist - 50 ml Portwein mit 50 ml Wasser oder Hühnerbrühe zu verdünnen.
  • Ganz tolle Geschichte: Ich lese Rezept, schicke es Mutter, sie segnet es ab mit dem Kommentar 'Weißen Portwein? Hab ich noch nie gehört!', ich beauftrage Herr Herzchen mal danach zu gucken, werde angepflaumt 'Sowas gibt es nicht!', er kommt vom Einkauf wieder und bringt mir Weißen Portwein mit (Siehste! Und sogar im Angebot! Doppel-Ätsch!) .... Zeitsprung ... Heiligabend mittags, ich steh in Mutters Küche und studiere das Rezept abermals, lese Weißer Portwein ... da war doch was? Steht sicher und einsam in UNSERER Kammer, 300 km entfernt! Tochter schreit um Hilfe, Vater bringt Riesling ... Lecker!
  • Achso: Im Original-Rezept nimmt man zur Dekoration auch noch Schnittlauchröllchen. Hatten wir vergessen zu kaufen, hat auch ohne super geschmeckt! ;o)
  • Natürlich kann man nicht nur geräuchterte Gänsebrust, sondern auch Entenbrust nehmen ... ich find die tun sich da beide nix. Der Ehrlichkeit halber - wir haben die Gänsebrust nicht in Scheiben geschnitten, sondern gewürfelt.
  • Ihr wollt das Rezept für den Rahmwirsing? Einfach einen kleinen Wirsing in Stückchen schneiden und mit 2 gewürfelten Zwiebeln in etwas Öl oder Butterschmalz andünsten/-braten. Ist das Ganze etwas zusammen gefallen, gibt man 200 g Schlagsahne hinzu und lässt den Wirsing so lange köcheln bis er die gewünschte Konsistenz hat. Zum Schluss fix mit Salz, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt. Angebratene Speckwürfel machen sich sicherlich auch gut im Rahmwirsing, passten aber nicht zur Pute.
  • Veggi-Tipp: Gänsebrust weglassen und Kräutercroutons dazu servieren.

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