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Sonntag, 14. Dezember 2014

Rindfleischbrühe mit dreierlei Einlage

Auch wenn wir weiterhin auf den ersten Schnee warten müssen, können wir es langsam nicht mehr leugnen - bald ist Weihnachten! 

Und die Weihnachtsfeiertage bringen nicht nur Besinnlichkeit und fröhliches Beisammensein der Familie ... et wird auch gefuttert was das Zeug hält! Hier eine Pute, da ein Fondue, dort eine riesiges Fisch- und Käse-Buffet. Daher schalten wir jetzt schon einen Gang zurück, lassen die Rouladen im Gefrierschrank und kochen lieber ein leichtes Süppchen. Das kann man auch herrlich an einem Adventssonntag wie diesem wegschnuppern, während wir auf der Couch gammeln und im TV 'Pepe, der Paukerschreck läuft' <3

Und weil ich schon einmal so in Fahrt war, habe ich direkt die ein oder andere Einlage gezaubert, die aus der einfachen klaren Rindfleischbrühe nicht nur eine sättigende Hauptmahlzeit macht, sondern auch eine schicke Vorspeise für die kommenden Weihnachtsfeiertage liefert. Ich wünsche euch einen wunderschönen dritten Advent und auf das ihr auch etwas Tolles auf dem Herd zum Wegschnuppern stehen habt! :o)

Rindfleischbrühe mit Einlage


Rindfleischbrühe mit Einlage

Zutaten:
2 Beinscheiben vom Rind
1 große Zwiebel
1 Möhre
1 Stück Knollensellerie
1 Stück Porree
ein paar Stängel Petersilie
2 frische Lorbeerblätter oder 1 getrocknetes Lorbeerblatt
Salz
und 1 TL ganzer, schwarzer Pfeffer

Die Beinscheiben werden gründlich abgewaschen, dann drückt man noch das Mark aus den Knochen und legt es beiseite. Die Zwiebel schneidet man nun mit der Schale längs durch und legt sie mit der Schnittfläche in den zukünftigen Suppentopf. Jetzt schaltet man die Platte ein und wartet so lange, bis die Zwiebel auf der Schnittkante dunkelbraun geworden ist.

Das Ganze wird nun mit ca. 1 1/2 Litern heißem Wasser abgelöscht. Dazu gibt man jetzt die restlichen Zutaten - das Suppengemüse wird grob geputzt und geschnitten - und lässt die Suppe einmal aufkochen. Nun muss die Suppe bei mittlerer Hitze im geschlossenen Topf langsam vor sich hin köcheln bis das Fleisch weich geworden ist. Das kann zwischen 1 Stunde und 3 Stunden dauern - einfach hin und wieder mal nachprüfen. Wenn Schaum entsteht, schöpft man ihn mit einem Löffel einfach ab, so wird die Suppe nachher nicht so trüb.

Ist das Fleisch gar nimmt man es aus der Suppe. Wenn es bis hier hin nur ca. 1 Stunde gedauert hat empfehle ich die Brühe noch eine weitere halbe Stunde ohne das Fleisch, aber dafür mit den Knochen aus der Beinscheibe zu kochen, damit sie aromatischer wird. Ansonsten wird die Brühe nun durch ein Sieb geseiht und nach Wunsch geklärt. Zum Schluss schmecke ich die klare Rinderbrühe noch mit etwas Salz ab und hübsche die Suppe mit sehr fein geschnittener Petersilie ein wenig auf. Fertig ist die klassische Rinderbrühe.

Die Brühe essen wir meist als Hauptgericht, daher serviere ich sie gerne mit Einlage. Hier habe ich mal eine kleine Auswahl an erprobten Einlagen für euch. Wir kombinieren gerne die Gemüseinlage mit einer der weiter unten Aufgeführten.

Gemüseeinlage


Gemüseeinlage für Rindfleischbrühe


Eine Möhre und etwas Sellerie schneide ich - wenn es schnell gehen soll - mit einem Julienne-Schneider in feine Streifen. Wenn man diesen nicht besitzt, kann man mit dem Kartoffelschäler feine Streifen von der Möhre und dem Sellerie schneiden und diese dann mit einem Messer in feine Streifen oder hübsche Rauten 'suppenfertig' trimmen. 

Der Porree wird ebenfalls in feine Streifen geschnitten. Die Gemüseeinlage geben ich nach dem Durchseihen mit ein wenig klein geschnittenem Rindfleisch zu der Brühe und lasse es etwa 7 bis 10 Minuten in der köchelnden Brühe gar ziehen.

Eierstich


Eierstich für Rindfleischbrühe


Für den Eierstich verquirle ich 1 Ei mit einem Schuss Milch oder Sahne (max. 40 ml), ordentlich Muskat und etwas Salz. In einen Topf gebe ich reichlich Wasser und lasse ein auf mittlerer Hitze erwärmen. Eine Tasse wird mit etwas Butter gefettet und die Ei-Milch-Mischung hinein gegeben. 

Mit Alufolie gut abgedeckt stellt man die Tasse in das Wasserbad und lässt das Ei darin ca. 35 Minuten bei mittlere Hitze stocken. Der Clou dabei ist, dass das Wasser außen genauso hoch stehen sollte, wie das Ei in der Tasse. Dabei sollte man darauf achten, dass bis zum Tassenrand mind. 2 Fingerbreit Platz ist damit kein Wasser in die Ei-Masse gelangt. Sollte man Eierstich für eine Kompanie herstellen wollen, ist es sicherlich ratsam die Ei-Masse auf mehrere Tassen zu verteilen.

Ist das Ei dann gestockt, stürzt man es auf ein Brettchen und schneidet es in dekorative Würfel, Rauten, Sterne, etc.


Markklößchen


Markklößchen für Rindfleischbrühe


Für die Markklößchen kommt nun das vorher beiseite gelegte Knochenmark (ca. 30 g) zum Einsatz. Dieses wird ein einer kleinen Pfanne mit einer Gabel grob zerquetscht und dann bei steigender Temperatur ausgelassen. Das dauert auch nicht lange und sobald Blasen aufsteigen ist man schon fertig. Das Knochenmark wird nun durch ein feines Sieb gegossen und kalt gestellt.

Ist das Mark erkaltet, wird es in einer Schüssel cremig gerührt und anschließend mit ca. 35 g Semmelbröseln, 1/3 eingeweichten (und ausgedruckten) Brötchen, 1/2 Ei, 1 EL fein gehackter Petersilie, etwas Salz und Pfeffer und eine gute Portion geriebenem Muskat mit einer Gabel gut verknetet. Sobald eine bindige Massen entstanden ist, formt man einfach winzig kleine Klößchen. Da sie beim Garziehen in der Suppe noch etwas aufgehen sollten sie wirklich klein sein. Bei dieser Menge bekomme ich ca. 35 bis 40 Klößchen heraus.

Die Klößchen lässt man dann einfach in der heißen Suppe - mit der Gemüseinlage - ca. 3 Minuten gar ziehen, bis sie nach oben steigen. Fertig ist eine sättigende Einlage. die perfekt zu einer klaren Rinderbrühe passt. Die Markklößchen kann man auch prima roh einfrieren. 


Rindfleischbrühe mit Einlage

6 Kommentare

  1. Markklößchen - wie wunderbar! Hat meine Oma früher auch immer selbst zubereitet. Ich liebe Markklößchen!!! Könnte ich auch mal machen... Oh, was habe ich da jetzt Lust drauf..

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    1. Markklößchen sind wirklich toll! Nicht nur das sie perfekt zu der Rindfleischbrühe passen, man will ja auch nichts umkommen lassen :oD Meine Oma hat die früher auch immer zur Suppe gemacht :o)

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  2. Hallo liebste Klaudia :)
    Ich war ja schon ewig lange nicht mehr bei dir! Es gibt ja sooo viel nachzulesen bei dir!!

    Sag mal, könntest du deinen Blog nicht so einstellen, dass ich (man) von dir per email benachrichtigt wird, wenn du neue Rezepte hast? Das geht bei Blogspot genauso wie bei Wordpress, denn ich habe einige Blogs abonniert.
    Wobei deiner mir, merke ich gerade wieder, bei weitem am besten gefällt und das ist keine Rumsülzerei, lach :)

    So, du machst also den Eierstich auch selber. Aber kommt es denn nicht vor, dass Wasserspritzer in die Tasse mit dem Ei spritzen, wenn der Wasserrand am Tassenrand ist?
    Die Suppe sieht mal wieder hammerlecker aus!

    Ganz liebe Grüße, ich geh jetzt mal lesen bei dir
    Suse

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    1. Hallöchen Suse, schön dass Du mal wieder vorbei schaust :o)

      Da sagste was ... ich hatte am Anfang mal die Benachrichtigung per Mail eingestellt, aber dann festgestellt, dass der komplette Blogpost inkl. Fotos versendet wurde und keiner mehr hier vorbei schaute :o( Ich schau die Tage mal nach Alternativen, versprochen!

      Danke für das liebe Kompliment! *rotwerd*

      Bei mir füllt die angegebene Menge ca. eine halbe Tasse, daher war ich mir dieses Problems nicht bewusst ... ich werde das Mal als Hinweis dazu schreiben. Danke für den Hinweis <3

      Ganz ♥-liche Grüße zurück und eine wunderschöne Weihnachtszeit!
      Klaudia

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  3. WUNDERBAR!! Da hätte ich ja nun auch selbst drauf kommen können... mit der Alufolie, lachh :)

    Danke danke, liebe Klaudi, ich wünsche dir ebenfalls ne tolle Weihnachtszeit und viele schöne Momente mit deinen Lieben (und in der Küche, lach)

    Knuddels, Suse

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  4. juhuuu! Hat ja geklappt! Jetzt bekomme ich immer sofort Nachricht, wenn sich bei dir Neues tut. Ich freu mich!
    Danke sagt
    Suse :)

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