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Donnerstag, 16. Oktober 2014

DAS Weißbrot für den World Bread Day


Heute ist World Bread Day! Und den wollen wir feiern, indem wir ein Brot backen, darüber bloggen und so der Welt zeigen, dass es gar nicht so schwer ist: Das Brotbacken! Zorra sammelt seit 2006 die tollen Rezepte der Bäcker und Bäckerinnen -> schaut doch mal vorbei! :o)

World Bread Day 2014 (submit your loaf on October 16, 2014)Das Einzige was man neben guten Zutaten und einem Backofen braucht ist Zeit! Auch das so 'einfach' anmutende Weißbrot, was ich anlässlich des World Bread Days gebacken habe braucht diese Zeit. Und genau das ist das Geheimnis, warum dieses Weißbrot eben nur nach Weißbrot - so wie es soll - schmeckt und nicht nach Hefe oder Zucker. Früher habe ich gerne das 'Schnelle Weißbrot' gebacken, heute ist es uns zu hefelastig ... wie man sieht, kann man sich auch den Hefegeschmack abgewöhnen ;o)

Für das heutige Brot lohnt es sich wirklich diese Zeit zu investieren, denn es schmeckt nicht nur prima als Frühstücksbrot, sondern macht auch als Panini, Sandwich oder Burger Bun-Ersatz eine tolle Figur! Das Rezept stammt - wie sollte es auch anders sein - von Lutz Geißler, der auf seinem Plötzblog wahnsinnig tolle und gelingsichere Brote backt.

Und zum Glück tut er das nicht nur auf seinem Blog, sondern hat auch mit seinem Brotbackbuch ein tolles Nachschlagewerk für Anfänger und alte Hasen geschaffen. Wer das Original-Rezept für das Weißbrot sucht wird in diesem Buch fündig. Und da ich derzeit ein großer Fan von Dinkelmehl bin, habe ich einfach einen Teil des Weizenmehls durch helles Dinkelmehl ersetzt ... Backen kann so einfach sein! :o)

DAS Weißbrot


Das Weißbrot - Plötzblog

Zutaten:

Vorteig:
370 g 550er Weizenmehl
250 g Wasser
10 g Frischhefe
8 g Salz

Sauerteig:
90 g 550er Weizenmehl
90 g Wasser
10 g Anstellgut 

Hauptteig:
150 g 630er Dinkelmehl
500 g 550er Weizenmehl
290 g Wasser
8 g Frischhefe
14 g Salz
10 g Butter

Das Weißbrot - Plötzblog


T minus 75 Stunden:
Zeit für den Vorteig! Dafür werden einfach alles Zutaten in einem Gefäß mit Deckel gut verrührt und verschlossen an der kältesten Stelle im Kühlschrank (NICHT Gefrierschrank!) deponiert. 3 Tage darf er so sein Aroma entfalten.

T minus 23 Stunden:
Jetzt darf Gärd wieder ran: Für den Sauerteig verrührt man alle Zutaten und lässt ihn bei Zimmertemperatur 20 Stunden reifen. Bei mir darf er das immer schon in der Edelstahlschüssel der Küchenmaschine tun.

T minus 3 Stunden:
Backtag! Für den Hauptteig verrührt man die restlichen Zutaten mit dem Vorteig und dem Sauerteig. Dafür lasse ich meine Kenwood Major mit dem Knethaken 4 Minuten auf der niedrigsten Stufe und 6 Minuten auf der zweiten Stufe ihre Arbeit verrichten. Luftdicht abgedeckt geht der Teig nun 30 Minuten lang.

T minus 2 Stunden 30 Minuten:
Zeit für Origami: Der Teig wird gefaltet! Dafür hole ich den Teig mit der Teigkarte aus der Schüssel auf eine bemehlte Fläche und falte ihn (wenn nötig mit Hilfe der Teigkarte) von jeder Seite einmal über sich selber. Lutz kann das viel schöner als ich, bin da meist viel schludriger ;o) Versteckt unter der Schüssel darf der Teig nochmal 30 Minuten gehen.

T minus 2 Stunden:
Nun wird das Brot geformt: Dafür knete ich den Teig kurz durch und wirke den Laib lang. So kommt der Laib dann auf ein großes Brett mit Backpapier. Mit einer Rasierklinge schneide ich dann mehrmals quer zur Längsachse ca. 2 cm tief ein. Um das Brot stelle ich 2 bis 3 Gläser o.Ä. und stülpe um das Gesamtkunstwerk einen großen Plastikbeutel (Gelber Sack) und verschließe ihn luftdicht. Durch die Gläser sollte zwischen Plastikbeutel und Laib noch genug Luft sein, damit dieser auch zum Ende der Gare nicht mit dem Plastikbeutel in Berührung kommt. So stelle ich das Brot bei ca. 24°C ca. 70 Minuten zur Gare.

T minus 80 Minuten:
Höchste Zeit den Backofen samt Backstein auf 220°C vor zu heizen. Meiner ist relativ dünn, hat man einen mit 2 cm oder mehr, sollte man ggf ehr anfangen den Backofen vor zu heizen.

T minus 50 Minuten (Backzeit):
Der Laib sollte nun Vollgare haben (Schaut mal hier unter Fingerprobe nach, gemeint ist das Stadium 'Jetzt oder nie') und wird nun samt Backpapier auf den Holzschieber verfrachtet. Nachdem man ihn mit heißem Wasser abgestrichen hat, schiebt man ihn mit Dampf auf den Backstein. 50 bis 55 Minuten braucht das Brot nun im Backofen, wobei man nach 10 Minuten Backzeit den Dampf einmal kurz aus dem Ofen lässt und die Temperatur auf 180°C herunter stellt.

T minus 0 Minuten:
Nimmt man das hellbraun gebackene Brot nun aus dem Ofen, sollte man es nochmals mit heißem Wasser abstreichen ... so erhält es einen wunderschönen Glanz.

Das Weißbrot - Plötzblog

Anmerkung:
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1 Kommentar

  1. Ja, gutes Brot braucht seine Zeit, das hast du mit deinem Laib eindrücklich gezeigt! Vielen Dank fuers Mitbacken beim World Bread Day 2014!

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