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Sonntag, 30. März 2014

Neue alte Liebe

Alle Mann (und Frau) anschnallen ... heut wirds etwas länger! ;-)

Wenn aus einer Nah- eine Fernbeziehung wird, sucht man sich neue Hobbys, Zeitvertreibe und Betätigungsfelder. So ging es mir vor ein paar Jahren auch, und daraus entstand dann Gär-d ... quasi eine Handaufzucht :-D


Damals habe ich so schon gerne mein eigenes Brot gebacken (meine Mitbewohnerin freute sich immer wenn der Brotduft durch die Wohnung zog), aber ein Sauerteig war nochmal eine Nummer größer. Da wuchs er nun auf meiner Heizung, aber irgendwie war es keine Liebe auf den ersten Blick. Durch die Angst getrieben, dass Brot könnte zu trocken werden, waren die Teige doch sehr klebrig und durch den Verzicht von Mehl beim Rundwirken (jaja, die Angst) war das Ganze nicht wirklich ein Spaß! 

Zudem wollte ich wohl zuviel auf einmal: Körner, Brotgewürz, saftiges Brot. Ohne Frage, die Brote waren lecker, aber der Weg dahin war ehr zäh. So wurde das mit Brotbacken immer weniger, das Leben forderte immer mehr Zeit, Gär-d zog 2mal mit um ... bis ich irgendwann ein Erbarmen hatte und ihn herzlos einfach trockenlegte.

Bis letzten November ... ich hatte mal wieder Lust auf so richtig gutes (Sauerteig-)Brot, frisch aus dem Ofen ... Mhhhh! Aber sollte ich Gär-d wieder zum Leben erwecken? War damals ja ein mittelmäßiger Spaß, forderte durch die 3-stufige Führung wahnsinnig viel Zeit und das Hefebrot aus dem Topf, welches ich seinerzeit buk war eigentlich auch ganz OK. Aber da war dieser Blog mit den tollen Sauerteigbroten, der mich immer wieder magisch anzog ... der Plötzblog!

Nach dem dreitausendsten Bericht über das heutige Bäcker'handwerk' beschloss ich dann spontan es nochmal mit Gär-d zu versuchen. Ich freute mich wie ein kleines Kind als sich die ersten Bläschen nach dem Wiederbelebungsversuch zeigten. Nachdem ich ihm einen Wellnesstag aka Hefeführung gönnte, gings richtig los mit dem Brotbacken!


Und dieses Mal war es die ganz große Liebe! Gär-d und die Rezepte aus dem Plötzblog sind ein Traumduo ... so einfach und so lecker! Seitdem ist hier Sonntags Backtag, wir kriegen Entzugserscheinungen wenn wir mal keine Zeit zum Backen haben, oder die Küchenmaschine streikt *grummel*. Unser Bäcker des Vertrauens (mit seit Jahren gepflegtem Sauerteig) liefert uns nur noch die Wochenendbrötchen, den Rest der Woche sind wir in Sachen Brot Selbstversorger. 

In einer Zeit in der das traditionelle Bäckerhandwerk durch Fertigmischungen, enzymbehandeltes Mehl und fiesen Zusatzstoffen leider immer mehr verdrängt wird (von den Teiglingen aus der Fabrik sprech ich jetzt erst gar nicht), wird es mittlerweile echt schwer richtig gutes Brot in freier Wildbahn zu finden. Gutes Brot braucht nicht mehr als Mehl, Wasser, Sauerteig/Hefe, Salz und natürlich Zeit! Zum Thema Brot und Zeit hat Yushka von Sugarprincess eine tolle Aktion ins Leben gerufen, die ich vollstens unterstütze (das Logo findet ihr schon seit einigen Wochen in der Sidebar)!


Also, akzeptiert keine leeren Backwaren mehr, die mit totbehandelten Mehlen und fragwürdigen Zusatzstoffen hergestellt werden! Setzt euch ein für Brote mit Seele und Geschmack! Und wenn ihr keinen Bäcker des Vertrauens findet: Backt selbst! Traut euch, es ist wirklich einfach! Und es lohnt sich, denn ... selbermachen macht Spaß!

Bis zum nächsten Backtag,

eure Klaudia und Gär-d :o)


Links, die ich zu dem Thema wärmstens empfehlen kann:

Sauerteigforum (alles rund ums Thema Sauerteig, der perfekte Einstieg)
Plötzblog (tolle Rezepte und Fotos, rundherum ein prima Blog zum Thema 'gutes Brot backen')

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