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Freitag, 17. März 2017

Geburtstagsbrunch: Häppchen in Pink

Hallöchen ihr Lieben!

Lang, lang ist es her, oder? Mein Leben 1.0 fesselt mich derzeit so sehr, dass ich leider kaum einen Gedanken an meinen kleinen Blog verschwenden kann. Aber heute gibt es was zu feiern und dafür klopfe ich ganz tapfer den Staub von diesen Seiten und erfreue euch (hoffentlich) mit einem neuen Rezept!

Heute steht nämlich der 3. Geburtstag der Rettungstruppe an und zur Feier des Tages haben wir alle ein feines Geburtstagsbuffet zusammengetragen! 😄 Die Rettungstruppe entstand vor 3 Jahren, nachdem die Giftigeblonde und die Turbohausfrau zur Rettung des Liptauers aufgerufen hatten. Mittlerweile retten um die 30 tapfere Mitglieder in regelmäßigen Abständen die tollsten Gerichte vor der Tütenmafia. Schaut auch mal auf der facebook-Seite der Rettungstruppe vorbei, da findet ihr auch alle  ehemaligen Rettungen.

Dieses Mal wurde das Rettungsthema passend zum Anlass gewählt und so kamen einige wunderbare Köstlichkeiten für den Geburtstagsbrunch der Rettungstruppe zusammen. Meine Wenigkeit hat sich für eine super-leckere Aufstrichvariante aus Rote Bete mit Ziegenfrischkäse entschieden, die als Häppchen angerichtet farblich ein kleiner Hingucker sind. 😊

Nun bleibt nur noch zu sagen: Happy Birthday Rettungstruppe! 


Häppchen in Pink

mit

Rote Bete - Ziegenfrischkäse-Aufstrich



Zutaten:
400 g Rote Bete
ein handvoll Haselnusskerne
1 Knoblauchzehe
100 g 10%iger cremiger Joghurt
100 g Ziegenfrischkäse
1 TL Ahornsirup
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Graubrot in Scheiben
evtl. Butter

Für den Aufstrich müssen zuerst die Rote Bete gegart werden. Dafür kann man sie mit Schale kochen, ich bevorzuge jedoch die Methode im Backofen, bei dem man die Rote Bete in Alufolie bei 180°C (O/U) für ca. 70 Minuten gart. Danach muss die Rote Bete zur weiteren Verarbeitung noch auskühlen.

Ebenso müssen die Haselnusskerne geröstet werden. Dies lasse ich ebenfalls den Backofen erledigen ;o) Dazu gebe ich die ganzen Haselnusskerne in eine Auflaufform und stelle sie in den kalten Backofen. Diesen stelle ich dann auf 200°C (O/U) an und lasse diesen aufheizen. Sobald die Schale der Haselnusskerne aufbricht wartet man noch ca. 2-3 Minuten und fertig sind die gerösteten Haselnusskerne. Mag man die Haselnusskerne nicht so gerne mit Schale, gibt man sie in ein Handtuch und rubbelt die Schale von den Kernen.

Für den Aufstrich püriert man nun die Rote Bete, die Knoblauchzehe, den Joghurt, den Ziegenfrischkäse zu einem Püree. Danach mischt man noch das Ahornsirup und das Olivenöl unter und schmeckt das Ganze mit Salz und Pfeffer ab.

Aus den Scheiben Graubrot sticht man mit einem großen Plätzchen-Ausstecher schicke Scheibchen aus. Diese kann man nun mit ein wenig Butter bestreichen. Danach gibt streicht man das Rote Bete-Pürree auf die Häppchen und streut die gehackten Haselnusskerne dekorativ darüber. Auf einer Servierplatte hübsch angerichtet sind diese pinken Häppchen beim Geburtstagsbrunch ein kleiner Blickfang <3




Notizen zum Rezept:

  • Natürlich kann man den Frischkäse auch selber herstellen, wie das geht, könnt ihr in einem der letzten Rettungsposts nachlesen ➠ Selbstgemachter Frischkäse Diesen einfach richtig gut abtropfen lassen, damit er für diesen Aufstrich schön bröckelig ist.
  • Als reiner Aufstrich ist er natürlich zu vielen Brotsorten kompatibel, vielleicht werdet ihr auf dem Brunchtisch fündig 😉
  • Im Original-Rezept (nebenbei: In 'Frisch&Gut' 04/2016) kommt noch eine kleine Chilischote rein. Auch wenn ich sehr gerne scharf esse, kann ich am frühen Morgen doch gerne darauf verzichten 😃



So, und nun zu den tollen Köstlichkeiten meiner Mitretter auf dem Bruchbuffet. Viel Spaß beim Stöbern und Schlemmen! Schaut auch mal in den Sozialen Netzwerken unter #wirrettenwaszurettenist vorbei, da werdet ihr sicher auch fündig 😉

1x umrühren bitte aka kochtopf: Joghurt-Brötchen mit Sauerteig 
Anna Antonia: Sticky Buns 
Barbaras Spielweise: Bananen-Zimt-Waffeln 
Bonjour Alsace: Eiweissbrot
Cuisine Violette: Bananen-Pancakes 
Das Mädel vom Land: Überraschung
Fliederbaum: Grüne Tartelettes 
giftigeblonde: Nussschneckchen 
kebo homing: Germkipferl 
Kochen mit Herzchen: Häppchen in Pink 
lieberlecker: Brownie Ostereier 
Münchner Küche: Obazda
Obers triftt Sahne: Sandwichtorte mit Frischkäse 
Pane-Bistecca: Schweizer Weggli 
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau: Geburtstagsbrunch 
Summsis Hobbyküche: Focaccia zum Brunch 

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Polenta mit Römersalat und Speckdressing

In der Vorweihnachtszeit kann man ja nicht nur von Plätzchen und Braten leben, oder?

Naja, gehen tut das wohl schon, aber n bissel was an Appetit will man sich ja auch noch für die Feiertage lassen. Wir greifen in solchen Fällen gerne in die Salatschublade und genießen Gerichte wie dem feinen Herbstsalat (der auch im Winter hervorragend schmeckt) oder dem köstlichen Endiviensalat mit Hähnchen und Linsen nach Greenway36. 

Und da ich im Winter total auf solche lauwarmen Salate stehe, habe ich euch heute einen weiteren Klassiker aus dieser Schublade mitgebracht. Dieser tolle Salat ist nicht nur fix gemacht, sondern macht durch die warme Polenta auch so richtig glücklich 

Also ran an die Pötte und viel Freude mit dem Rezept!

Polenta mit Römersalat und Speckdressing




Zutaten für 2 Portionen:

100 g geräucherter Bauspeck
6 EL Olivenöl
4 EL Balsamico Bianco
1 Prise Zucker
300 ml Milch
1 Knoblauchzehe
1 Lorbeerblatt
70 g Instant-Polenta
70 g Parmesan oder Peccorino
2 kleinere Römersalatherzen

Den Speck in feine Streifen oder Würfel schneiden und mit 1 EL Olivenöl in einer Pfanne anbraten. Das Ganze löscht man mit dem Essig und 4 Esslöffeln Wasser ab und lässt es noch 1-2 Minuten ein wenig eindampfen,bevor man die Pfanne von der Herdplatte nimmt. Dann rührt man das restliche Olivenöl unter und schmeckt das Dressing mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker ab.

Die Milch lässt man nun mit 300 ml Wasser, der halbierten Knoblauchzehe, dem Lorbeerblatt und etwas Salz und Pfeffer aufkochen. Dann die Polenta unter Rühren hinein geben und bei mittlerer Hitze ca. 8-10 Minuten köcheln lassen. Dabei immer fleißig rühren, damit nichts anbrennt!

In der Zwischenzeit reibt man den Käse, putzt den Römersalat und schneidet ihn in Streifen. Ist die Polenta gar, nimmt man den Knoblauch und den Lorbeer raus und rührt die Hälfte des Käses unter. Nun gibt man die Polenta auf einen Teller, gibt die Salatstreifen  darauf und verteilt das Speckdressing großzügig über Salat und Polenta. Zum Schluss bestreut man das Ganze noch mit dem restlichen Käse und serviert es am besten sofort.




Notizen zum Rezept:
  • Da wir Saucen-Fans sind, habe ich die Menge des Dressings (zu Herr Herzchens Bedauern nicht die des Specks) verdoppelt ... wer also mag, kann natürlich nur die Hälfte des Dressings zubereiten 😉
  • Inspiriert durch *klick*

Donnerstag, 10. November 2016

Wir retten den Sonntagsbraten - Wildsauerbraten

Wie schnell die Zeit vergeht ...

Vor nicht mal 2 Monaten hatten wir noch einen hochsommerlichen September mit Temperaturen um die 30°C und nun fallen draußen schon die ersten Schneeflocken und der Kamin knistert fröhlich vor sich hin! Man sitzt eingekuschelt auf dem Sofa und im Backofen schmurgelt der erste Sonntagsbraten ... hach. Und als wenn wir den Wintereinbruch geahnt hätten, rettet die Rettungstruppe rund um Sina und Susi heute den Sonntagbraten vor der Tütchenindustrie. 

Da gibt es tatsächlich Fix&Co für Braten aller Art! Für mich total unverständlich, denn den Braten muss man ja so oder so kaufen und auch braten ... wobei ich auch schon von komplett fertigen Braten gelesen habe :o( Und die paar Zutaten, die ein köstlicher Sonntagsbraten dann noch braucht, hat man ja meist eh irgendwie im Hause. Also Finger weg von Tütchen mit Geschmacksverstärkern, Zucker und sonstigen Zusätzen! 

Ein Klassiker, den es in jeglicher Form zu kaufen gibt ist wohl der Rinder-Sauerbraten. Dank meines Jäger-Papas habe ich euch zum heutigen Rettungstage nun die Feiertags-Version eines Sauerbratens mitgebracht, nämlich einen Sauerbraten aus Wildfleisch. Mit ordentlich Rotwein und Rübenkraut 

Wildsauerbraten




Zutaten für 2-3 Personen:

500 g schieres Wildfleisch von Reh oder Wildschwein

Für die Marinade:
1 kleine Möhre
50 g Sellerie
1 Zwiebel
1 Flasche Rotwein
50 ml Rotweinessig
1 TL Pfefferkörner schwarz
1 TL Senfkörner
1 TL Wacholder
1 Lorbeerblätter
1 Nelke
1 Zweig Thymian
1 Knoblauchzehen

Für die Sauce:
1 EL Butterschmalz
1 geh. TL Tomatenmark
1 EL Rübenkraut (Grafschafter Goldsaft)
1 EL Apfelkraut
1 Scheibe Schwarzbrot
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Wie bei Sauerbraten üblich, muss das Stück Fleisch einige Tage in Essig-Lake marinieren. Als Faustregel gilt hierbei, dass die Marinade ca. 1 cm pro Tag in das Fleisch eindringt ... wer also einen 10 cm dicken Braten vor sich liegen hat, sollte ihn mindestens (!) 5 Tage durchziehen lassen. 

Für die Marinade putze und würfel ich die Möhre, den Sellerie und die Zwiebel und gebe sie mit den restlichen Zutaten zu dem Fleisch in einen verschließbaren Behälter. Mit der Marinade bedeckt darf der Braten nun im Kühlschrank marinieren.

Am Zubereitungstag nehme ich das Fleisch aus der Marinade. Die Marinade gieße ich durch ein Sieb und fange dabei den Rotweinsud auf, ebenso wird das Gemüse im Sieb aufgehoben. Das Fleisch wird nun abgetupft und rundherum mit Salz und Pfeffer aus der Mühle gewürzt.

In einem schweren Topf erhitze ich dann das Butterschmalz und brate das Stück Fleisch scharf darin an. Danach entnehme ich das Fleisch und röste das aufgefangene Gemüse im Bratensud gut an. Das Ganze wird nun mit Tomatenmark, Rübenkraut und Apfenkraut 'abgeröstet' und nach und nach mit der aufgefangenen Marinade abgelöscht. Zuletzt legt man die Scheibe Schwarzbrot und den Braten wieder in die zukünftige Sauce

Den Braten kann man nun unterschiedlich garen; im Backofen oder auf dem Herd. Auf dem Herd lässt man den Braten 1 1/2 bis 2 Stunden im geschlossenen Topf auf niedriger bis mittlerer Hitze bruzzeln. Beim Garen im Backofen, heizt man den Backofen auf 180°C (O/U), 160°C Umluft vor und brät den Sauerbraten ca. 2 Stunden im Topf mit Deckel. Bei beiden Garmethoden empfehle ich den Braten hin und wieder in der Soße zu wenden und wenn die Sauce zu dick wird einfach einen Schluck Wasser nachzugießen.

Ist das Fleisch dann gar, dh kurz vor dem Auseinanderfallen, nimmt man es aus der Soße und stellt es zum Warmhalten in den Backofen. Die Soße gieße ich durch ein Sieb um alle groben Stückchen zu entfernen. Den Inhalt des Siebes drücke ich dann ordentlich durch das Sieb und gieße noch etwas Wasser drüber, so dass auch ja nichts der köstlichen Sauce verschwendet wird. Die Sauce gebe ich wieder in den Topf und lasse sie noch einmal aufkochen. Ist die Sauce zu flüssig, kann man sie noch ein wenig einkochen lassen oder mit etwas Stärke andicken ... bei mir ist die Sauce immer schon so dick, dass ich auf das Anducken verzichten kann.

Den Sauerbraten serviere ich dann ganz klassisch mit Knödeln und Apfelmus 




Notizen zum Rezept:

  • Selbstgemachte Knödel sind nicht nur super-lecker, sondern auch ganz einfach gemacht! Hier ein kurzes Rezept: Geschälte Kartoffeln (am besten mehlig kochende Kartoffeln) mit etwas Salz kochen und dann direkt durch eine Presse drücken. Abkühlen lassen. Die Kartoffelmasse in der Schüssel vierteln und ein Viertel herausheben, bzw auf die anderen 3/4 legen. Das so entstandene Loch mit Kartoffelstärke auffüllen. 1 Ei und etwas Salz hinzu geben und alles gut vermengen. Die Masse sollte nicht mehr kleben, wenn doch: noch etwas Kartoffelmehl hinzu geben. Aus dieser Masse können dann die Knödel geformt werden und in heißem, nicht mehr kochenden Wasser ca. 20 Minuten gegart werden.
  • Apfelmus selbermachen ist übrigens auch kein Hexenwerk ;o) Geputzte, geschälte und gewürfelte Äpfel mit einem Schluck Wasser unter Rühren im Topf so lange bei mittlerer Hitze schmurgeln lassen bis die Äpfel weich und zerfallen sind. Je nach Süße der Äpfel kann/muss man noch etwas Zucker hinzu geben. Einfach, oder? Das Apfelmus kann man dann natürlich noch fein pürieren, wir mögen die gröbere Variante aber lieber ;o)




Und da sind noch so viel mehr köstliche Braten, denn die Rettungstruppe von #wirrettenwaszurettenist war wieder am Werke und hat jede Menge tolle Bratenrezepte ohne Fix und Co. für euch gezaubert. Schaut mal vorbei, ich kriege beim bloßen Lesen schon richtig Lust auf einen Sonntagsbraten :o)

Pane-Bistecca - Schulter Steak Braten mit Kruste

Prostmahlzeit - Gebratener Schweinebauch

Giftigeblonde - Bio Rindsbraten mit Rotweinsauce

Summsis Hobbyküche - Sauerbraten

Leberkassemmel und mehr - Krustenbraten mit Speckknödel

magentratzerl - Rinderschmorbraten mit Balsamicosauce und Kartoffelknödeln

kebo homing - Truthahnbraten “all in one”

lieberlecker - Rindsbraten mit Biersauce

Friederike Fliederbaum - Husarenbraten

Brotwein - Schweinebauch aus dem Ofen

Anna Antonia - Herzensangelegenheiten: eine Art Brasato al Barolo (Rehkeule in Rotwein) 

Genial lecker - Entenbraten

Auchwas - Schinkenbraten in Apfelmost-Sauce

Unser Meating - Rinderbraten mit Bratapfelkruste