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Samstag, 23. Juli 2016

Gazpacho mit Olivenschnittchen

36 Grad und es wird noch heißer ... *sing*

Die aktuellen Temperaturen trotzen Gewitter und Regen, oder? Wir haben hier bei bewölkten Himmel trotzdem tagsüber noch fast 30°C und eine gefühlte Luftfeuchtigkeit von 200 %. Kein schönes Wetter um in der Küche zu stehen ... ach was sage ich da: um überhaupt IRGENDETWAS zu machen! Aber gegessen werden muss ja trotzdem und immer nur Schnittchen ist ja auch nix auf die Dauer.

So habe ich nach den schnellen Pasta Calabrese heute eine fantastische Gazpacho für euch im Gepäck. Gazpacho war bei mir bisher immer 'Määäh, Gemüsebrei ... geh weg!' Bis jetzt hatte ich mich tapfer an das ein oder andere Rezept gewagt, aber es war am Schluss doch nur püriertes Gemüse. Aber genauso wie ich mit Smoothies nix anfangen kann, wurden die Gazpacho und ich auch keine Freunde.

Da Herr Herzchen aber - ein mir unerklärlichen - Faible für Gazpacho hat, konnte ich die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Die Tage hielt er mir nun eine Zeitschrift mit den Worten 'Die will ich!' unter die Nase ... zum Glück war es Kochzeitschrift. Eine Kochzeitschrift mit einer Gazpacho die nicht nach Gemüsebrei aussah :o)

2 Tage später stand ich dann tatsächlich in der Küche um besagte Gazpacho auszuprobieren ... und was soll ich sagen? Die Gazpacho und ich sind nun Freunde! :o) Auch wenn die lange Zutatenliste Anderes vermuten lässt, ist die Zubereitung dieser grandiosen Gazpacho wirklich kein Hexenwerk, also keine Scheu, es lohnt sich wirklich ... Eure Ober-Gazpacho-Fenchel-Sellerie-Skeptikerin  ;o)

Gazpacho mit Olivenschnittchen


Gazpacho mit Olivenschnittchen

Zutaten für 2 Portionen:

2 rote Paprika
400 g Tomaten
½ Salatgurke
½ Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
½ Fenchelknolle
1 kleine Stange Staudensellerie
1 handvoll Basilikumblätter
1 altbackene Scheibe Toastbrot

50 ml Tomatensaft
1 EL weißer Balsamico
1 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
1 Spritzer Tabasco

Weißbrot/Baguette zum Toasten
1 EL Kapern
ca. 10 Oliven (hier Kalamata)
4 Sardellen aus dem Glas
ein paar Basilikumblätter
Pfeffer
Olivenöl

Zuerst muss das Gemüse geputzt werden: Salatgurke, Zwiebel und Knoblauchzehe schälen, die Paprika entkernen und Tomaten vom Strunk befreien. Dann schneidet man das Gemüse und das Brot in grobe Stücke und vermischt es mit ½ Esslöffel Salz.

Nachdem das Gemüse 10 Minuten gezogen ist, püriert man es mit dem Tomatensaft, Essig und Olivenöl je nach vorhandener Möglichkeit. Man kann es entweder portionsweise mit dem Pürierstab erledigen, ich habe alle Zutaten in den Standmixer meiner Küchenmaschine gestopft ... für 2 Personen machbar, alles dadrüber sollte ebenfalls portionsweise püriert werden ;o)

Nun kommt der - für mich - entscheidende Schritt der Zubereitung dieser Gazpacho: Der Gemüsebrei muss durch ein Sieb gestrichen werden, so dass nur die Essenz der Zutaten übrig bleibt. Dafür nehme ich ein feines Sieb und streiche den Gemüsebrei durch das Sieb und drücke die verbleibenden Gemüsereste so gut wie es geht aus. Die so gewonnene Gazpacho wird nun mit Salz, Pfeffer, Tabasco und evtl noch etwas Essig abgeschmeckt und muss dann mindestes 2 Stunden kalt stehen.

Vor dem Servieren werden die Olivenschnittchen angerichtet. Dafür wird Weißbrot - egal ob Toast oder Dünne Baguettescheiben - getoastet oder in einer Pfanne (mit wenig Olivenöl) angeröstet. Die Kapern und entkernten Oliven werden mit dem Basilikum und den Sardellen gehackt - wie fein entscheidest Du. Der Oliven-Kapern-Sardellenpaste mischt man noch etwas Oliven - oder Sardellenöl unter und würzt sie mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer.

Wenn man jetzt die Olivenpaste auf den Brotscheiben angerichtet hat, kann man die kalte Gazpacho mit etwas Olivenöl beträufelt servieren. Noch einen Basilikum- oder Selleriezweig in der Suppe drapiert - Fertig ist ein tolles und erfrischendes Sommeressen!


Gazpacho mit Olivenschnittchen


Notizen zum Rezept:
  • Ja, die Zutatenliste ist lang, aber ist das wirklich Alles nötig? Ich denke schon, denn die Gazpacho hat so einen tollen, feinen Geschmack, dass ich da nix weglassen würde ... auch wenn ich mich sehr über den Kauf eines ganzen Stangenselleries geärgert habe ;o)
  • Ich habe bei der monströsen Menge von 50 ml Tomatensaft etwas geschummelt, da ich dafür nicht die große Flasche Tomatensaft aufmachen wollte ;o) 50 ml Wasser verrührt mit einem Esslöffel Tomatenmark tun es auch :oD
  • Was man mit den pürierten Resten anstellen kann, muss ich noch austüfteln ... ich kann mir das sehr gut auf Pizza oder Focaccia vorstellen. Zum Wegschmeißen ist es definitiv zu schade!
  • Das Rezept stammt aus der Foodie 2/16

Gazpacho mit Olivenschnittchen

Dienstag, 19. Juli 2016

Pasta Calabrese - Pasta für heiße Tage

Habt ihr gesehen? Der Sommer ist da!

Und wenn das mal so ist, will man entweder die Sonne in vollen Zügen genießen oder sich im kalten Haus aufhalten - jedenfalls nicht in der Küche zwischen bruzzelnden Pfannen und dampfenden Töpfen stehen, oder? Aber immer nur Stullen oder kalte Suppen ist ja auch nix ...

Dann habe ich jetzt das perfekte Sommeressen für euch! Während nämlich die Nudeln kochen, kann man prima die restlichen Zutaten schnibbeln und hat so innerhalb von knapp 15 Minuten ein köstliches und frisches Nudelgericht. So, ich bin dann mal die Sonne genießen ... ;o)

Pasta Calabrese


Pasta Calabrese, Pasta für heiße Tage


Zutaten für 2 Personen:
200 g Pasta
6 EL Olivenöl
1 kleine Knoblauchzehe
ca. 200 g kleine Tomaten, gerne bunt gemischt
1 Kugel Büffelmozarella
1 großzügige Handvoll Basilikumblätter
3 EL Oliven
ca. 50 g Artischoken, gerne gegrillt
Salz und Pfeffer

Während die Pasta in reichlich Salzwasser gar kocht, nimmt man sich eine große Salatschüssel und gibt etwas Olivenöl (oder das von den Artischoken) hinein und vermischt es mit der geriebenen Knoblauchzehe. Jetzt kommen die halbierten Tomate und der in Stücke gezupfte Mozarella hinzu und freuen sich schon auf die grob gezupften Basilikumblätter. Dann viertelt man noch die Artischoken und würzt alles mit ordentlich frische gemahlenem Pfeffer und etwas Salz (Fleur de Sel).

Sind die Nudeln gar, werden sie nur kurz abgegossen und kommen so heiß und noch nass zu dem Salat. Nachdem der Salat gut durchgemischt wurde, kann er sofort serviert werden. Das ging fix, oder?


Pasta Calabrese, Pasta für heiße Tage

Notizen zum Rezept:

  • Wir hatten mit Sardellen gefüllte Oliven, die warm der Hammer waren 
  • Das Rezept stammt übrigens aus der aktuellen deli, meiner derzeitigen Liebelings Food-Zeitung ;o)

Samstag, 16. Juli 2016

Weltbester Coleslaw

Wenn irgendetwas auch nur in die Nähe eines amerikanischen BBQs kommt, darf ein klassischer Coleslaw natürlich nicht fehlen ... 

Jahrelang haben meine Familie und ich dieses oder jenes Rezept ausprobiert und entweder war es zu fettig oder hat nach nix geschmeckt, so dass wir dazu über gegangen sind einen einfachen Spitzkohl-Salat zu servieren ... auch wenn er nicht original war, so schmeckte er ja wenigstens ;o)

Nun hatte sich besagte Familie angekündigt ('Hoher Besuch und so') und es sollte Pulled Pork aus dem Slowcooker geben. Da kann ich ja nicht ohne einen originalen Coleslaw ins Rennen gehen, oder? Also wurde mal wieder ein Rezept ausprobiert, ohne viele Erwartungen aufgetischt und siehe da ... strahlende Gesichter um uns rum, schweigend aber glücklich würde alles verputzt und sogar Herr Oberkritisch hob selig mampfend den Daumen :o)

Und damit ihr eure Spareribs von gestern nicht trocken essen müsst, verrate ich euch heute natürlich das geniale Rezept ;o)

Weltbester Coleslaw


Weltbester Coleslaw


Zutaten für ca. 6 Portionen:

500 g frischer Weißkohl
1 Möhre
1/2 Zwiebel
1 TL Salz
100 g Mayonnaise
40 g Sahne
1 EL Weißweinessig
1-2 EL Zucker (ehr gestr. als geh.)
1 Spritzer frischer Zitronensaft
Salz und Pfeffer

Nachdem man den Weißkohl entstrunkt und von ollen Blättern befreit hat, hobelt oder schneidet man ihn mit einem Messer in feine Streifen. Den Kohl vermischt man nun mit dem Salz und knetet ihn mit den Händen - ähnlich wie bei einem Hefeteig - gut durch. Er sollte danach schön 'flautschig' sein.

Jetzt gibt man die in feine Würfel geschnittene Zwiebel und die geriebene Möhre hinzu und vermischt den Salat mit den restlichen Zutaten. Der Salat sollte nun ca. 5 Stunden im Kühlschrank ziehen, bevor man ihn nochmal mit Salz, Pfeffer oder Zucker abschmeckt und dann zu Spareribs oder Pulled Pork servieren kann.




Notizen zum Rezept:

  • Wie süß der Salat werden soll, könnt ihr entscheiden ... ich wähle meistens die Variante mit 2 Esslöffeln Zucker, so schmeckt er mir am besten ;o)
  • Der Salat sollte wirklich, wirklich durchziehen - wer nicht so viel Zeit hat, kann die Ziehzeit auf ein Minimum von 2 Stunden verkürzen.
  • Rezeptinspiration